Tag 1: Anreise

Kon-nitschiwa Freunde der aufgehenden Sonne,

heute ging es nach langem Draufhinfiebern endlich los für uns. Um 5.30 Uhr fuhren die Kleinbusse aus Schwerin und Ludwigslust los nach Hamburg. Dort wurde schnell klar, dass wir von allen Gruppen, die mit uns von Hamburg aus die Reise starteten (Schleswig-Holstein, Hamburg, Deutsche Judojugend, Deutsche Schwimmjugend) die coolste Tuppe sind. Wir hatten nämlich als einzige Gruppe einheitliche T-Shirts von MV an.

Und so kam es, dass wir schon auf dem Flughafen und dem Flug nach München von Fremden angesprochen wurden, was wir machen wollten. 
In München trafen wir auf den Rest der Deutschen Delegation und auf Nadine, die einzige, die aus unserer Truppe direkt in München dazugestoßen ist. 

11 Stunden und 9245 km später landeten wir sicher in Osaka, alle in unseren schönen schwarzen DSJ-T-Shirts. Die erste Erkenntnis, die wir hier machten, war, dass Nadine keine Fingerabdrücke zu haben scheint und die japanischen Behörden trotz ihres hübschen Lächelns wohl kein Bild von ihr machen wollten, also zumindest der Automat zum Überprüfen der Identität wollte das nicht. 

Nach der Busfahrt zum Hotel Awina Osaka hörten wir uns Vorträge über die JJSA (Japanese Junior Sports Association) und diesen Austausch an. Mittlerweile waren wir alle schon fast 24 Stunden wach und unser Zuhöhrvermögen war nicht mehr das beste. Das spannendste Thema in der Pause waren die High-tech-Toiletten. Bei den Dingern kann man sogar einstellen, zu welcher Musik man sein Geschäft verrichten möchte. Einige fanden im mutigen Selbstversuch sogar heraus, dass das mit der Bidetfunktion auch geht, wenn man nicht drauf sitzt, dann hat man allerdings auch nasse Gesichter bzw. Schuhe. Andere scheiterten anfangs an der Aufgabe, einfach nur zu spülen. Aber wir haben ja noch Zeit. Bist zum Ende unseres Aufenthalts sind wir alle High-Tech-Toiletten-Profis. 

Bei einem kleinen Ausflug in die Stadt bekamen wir schonmal einen Vorgeschmack darauf, wie es wird, sich für die nächsten Wochen hier in der Sonne zu bewegen. Bei der Hitze waren wir alle froh, als wir in das klimatisierte Hotel zurück konnten und unsere Körpertemperatur von gefühlten 50° C wieder auf Normaltemperatur runterkühlen konnten. 
Nach dem wir unsere sehr platzsparenden, aber netten Zimmer bezogen haben, passierte es dem einen oder anderen schon mal, trotz der Empfehlung nicht einzuschlafen, um ein Jetlag morgen zu verbinden, dass er länger blinzelte und von den Freunden zum Abendessen wieder geweckt werden musste. 

Das Abendessen war der Hammer. Dank unserer tollen Gruppendynamik konnten wir bestes japanisches Essen bei lautem Gelächter genießen. Und weil es immer besser schmeckt, wenn man so viel lacht, waren wir der Tisch, der mit Abstand am meisten gegessen hat und sich auch erst als letztes erhoben hat. 

Satt, zufrieden und voller Vorfreude auf die nächsten Wochen kugelten wir in unsere Betten und holen jetzt hoffentlich genug Schlaf nach, um das Defizit von über 34 Stunden Wach sein nachzuholen.

Sayonara 

Caro, Vanessa, Nadine, Jannina, Daniel, Till, Chris, Robin, Richard, Christian, Ayk und Owen

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