Kon-nitschiwa Freunde der aufgehenden Sonne,
Nach einem für alle sehr ausgiebigen Frühstück in den Gastfamilien ging es vom Bildungsausschuss der Stadt Kuki aus zu unserem ersten Stopp heute in der Lebensmittelfabrik Kikkoman. Dies ist der weltweit größte Hersteller von traditionellem japanischen Essen. An der Tür der Fabrik mussten wir erstmal unsere Schuhe aus- und Hausschuhe anziehen, wie in jedem japanischen Haushalt. Begrüßt wurden wir mit einem sehr süßen und vermutlich auch lehrreichen Video über die Fabrik. Wahrscheinlich lehrreich, weil es auf japanisch war, aber die bunten Figuren fanden wir trotzdem alle toll.

Bei einem kleinen Rundgang sahen wir einen Teil der Produkton, nämlich den, wo Fertigessen hergestellt wird. Beeindruckend war, wie selbst die scheinbar geringsten Jobs mit großem Engagement und Pflichtbewusstsein verrichtet wurden. Das spiegelt sich aber in der gesamten japanischen Gesellschaft wieder. Es gibt hier keine Jobs, die geringer angesehen werden, weil jeder seinen Teil für die Gesellschaft beiträgt und jeder als wichtig wahrgenommen wird. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf die Arbeitsmoral aus.

Als nächstes stand planmäßig eigentlich ein Spaziergang im Shobu Park an. Unser „Spaziergang“ sah so aus, dass wir uns drei Tretboote für jeweils 4 Personen gemietet haben und auf dem kleinen See dort herumgeschippert sind. Durch die Überdachung der Boote saßen wir im Schatten und weil wir auf dem Wasser waren, wehte ein angenehmer Wind. Also war es bei der Hitze wahrscheinlich der beste Ort, an dem wir sein konnten. Obwohl wir uns nur auf einem relativ kleinen Radius bewegen konnten, war es mega lustig mit allen. Wir glauben zwar, dass die Japaner, die uns vom Ufer aus beobachtet haben Tausend Tode gestorben sind, so unbedacht und ausgelassen wie wir waren, aber das ist bei Gästen für die normal. Dazu sollte man wissen, dass wir für die das allerhöchste Gut sind, was sie gerade besitzen und nichts wäre für sie schlimmer, als wenn uns etwas zustoßen würde, und wäre es noch so gering. Bei jeder Gelegenheit werden wir vor der Sonne und der Hitze gewarnt, die uns sonst nie auffallen würde 😉 und bekommen Wasserflaschen mit dem Hinweis, viel zu trinken.

Wieder mit festen Boden unter den Füßen und gut gelaunt gab es Mittagessen. Und natürlich auch hier mehr als ausreichend.
Danach schlüpften wir fix in unsere A-Kleidung, bevor es zum Bürgermeister der Stadt Kuki, Mr. Umeda ging. Auch hier wurden wir, wie überall, herzlichst begrüßt und nach dem Austauschen der Visitenkarten und Gastgeschenke einmal mehr von vielen Kameras fotografiert. Am meisten freuten sich wohl alle über die darin enthalten Fächer, um diese haben wor die Japaner nämlich bis dato immer beneidet bei diesen Temperaturen.

Das offizielle Programm ließen wir dann im Einkaufszentrum Mallage Shobu ausklingen. Dort gab es von Fressmeilen bis zu Speilautomaten alles. Till und Caro nutzen die Gelegenheit, um mit Kana, einer der Gastschülerinnen von der In-Maßnahme im letzten Jahr, Fotos in den hier allseits bekannten Purikura (Fotoautomaten mit speziellen Filtern) zu machen und Chris erweiterte seinen Kleiderschrank um ein neues T-Shirt. Manche gingen auch an die vielen bunten Spielautomaten. Egal, was man sich so vorstellen kann an Spielautomaten, Japan hat sie alle und zwar noch bunter und mit noch mehr blinkenden Lichtern als man sie sich vorstellt. Dort kann man wirklich gut seine Zeit vertreiben. Auch Manga- und Animefans konnten dort auf ihre Kosten kommen in einem der Läden, die vom Boden bis zur Decke damit vollgestopft waren.
Nach ein paar Stunden, die viel zu kurz waren, sammelten wir uns alle wieder und fuhren mit unserem Bus zurück zum Bildungsausschuss der Stadt Kuki, von wo aus unsere Gastfamilien uns wieder einsammelten.
Jeder lies den Abend wieder für sich ausklingen.
Sayonara
Caro, Vanessa, Nadine, Janina, Daniel, Till, Chris, Robin, Richard, Christian, Ayk und Owen