Janina
Konnichiwa!
Mein Familientag begann entspannt mit einem typisch japanischen Frühstück mit der kompletten Gastfamilie. Danach machten Oma, Mutter und ich uns auf den Weg zur Kuki-Zug-Station, um den Zug nach Tokyo zu nehmen. Nach 1,5 h Zugfahrt kamen wir am Skytree an, der mit 634 Metern der weltgrößte Turm ist. Trotz Höhenangst trauten meine japanischen Begleiter sich auf die höchste Aussichtsplattform (450 m über Tokyo) des Turms. Der Ausblick war einfach zu fantastisch, um da wegzuschauen und auch mit einem Fuß haben sie sich auf den eingebauten Glasboden gestellt. Auf den Schreck danach, gab es erstmal koreanisches BBQ zum Mittagessen.

Nächster Stop war der Sensoji-Tempel, einer der bekanntesten buddhistischen Tempel Tokyo‘s. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass noch vier andere unserer Gruppe dort auch zufällig waren. Nach kurzem Souvenirshopping ging es zurück nach Kuki zu einem „Running-Sushi-Date“ mit dem Rest der Familie. Jegliche Art von Sushi sollte ich testen, auch wenn man bei einigen Sachen gute Miene zum doch sehr eigenen Geschmack vorspielen musste, war es sehr interessant und lustig. Der Abend klang aus mit einem Geschmackstest jeglicher japanischer „Süßigkeiten“ obwohl ich mir nicht sicher bin, ob man eingelegte Pflaume oder Fisch/Käse-Sticks Süßigkeiten nennen kann und ich machte mich nach einem aufregenden Tag auf dem Weg ins Bett.

Oyasuminasai
Janina
Chris und Ayk-Ole
Wir sind gestern mit dem Zug (halb schlafend) nach Tokyo gefahren, haben uns dort zuerst das Anime-Viertel angeschaut und waren dort in mehreren Läden rumstöbern. Zum Mittag gab es unglaublich leckere Ramen wie es sie nur in Japan gibt mit lustiger Stimmung dazu.

Nach dem köstlichen Mittagessen sind wir in eine traditionelle japanische Straße gegangen wo am Ende ein großer Tempel auf uns wartete. Wo, neben bei angemerkt, auch andere aus unserer Gruppe waren.

Dort gab es ziemlich viele Räucherstäbchen und man glaubt es kaum, man hat sogar diesen Skytower gesehen. Wobei man erwähnen sollte, dass er aus der Entfernung ziemlich klein aussah. Während unserer Wanderschaft wurde uns viel erklärt und neue Sachen vorgestellt. Zum großen Erstaunen stellten wir fest das es ziemlich viel gab was wir noch nicht kannten. Was die Zeit schnell voran trieb. Trotz der knallenden Hitze wo man hätte Spiegeleier auf dem Boden braten können, hatten wir einen extrem witzigen Tag zu viert der mit einem sehr unterhaltsamen Familienabend zu zwölft abgerundet wurde.
Carolin
Kon-nitschiwa Freunde der aufgehenden Sonne,
Ich durfte heute meiner großen Leidenschaft Judo nachgehen. Einer der Hauptgründe, warum ich schon immer mal nach Japan wollte, ist dass ich schon seit ich 5 Jahre alt bin Judo mache und unbedingt mal in das Mutterland meiner geliebten Sportart wollte. Dass ich so judobegeistert bin, hat natürlich auch meine Gastmutter mitbekommen und organisierte für mich einen Verein in Kasukabe, in dem ich trainieren konnte. 2,5 Stunden durfte ich dann Schwitzen, bis ich aussah, als hätte ich mit meinem Gi (Anzug) geduscht. Auf der Matte standen heute ca. 150 Kinder aus drei Vereinen mit 56 Trainern, die Ansagen wurden über ein Mikrofon gemacht. Ich habe noch nie so viele Menschen mit einem 6. Dan (6. Meistergrad, der Gürtel ist nicht mehr Schwarz, sondern Rot-weiß) gesehen, rund ein Drittel der Trainer. Als es nachher ans Kämpfen ging, haben sich die Kinder regelrecht gegenseitig weggeschubst, um mit mir zu kämpfen. Auch viele Trainer haben mit mir kämpfen wollen. Gegen manche hab ich mich sehr gut geschlagen, bei anderen hab ich kaum einen Stich gesehen, zum Beispiel gegen den Voritzenden, der zwar schon 66 war, aber doppelt so schnell wie ich.
Am Ende der Einheit folgte das obligatorische Foto, bevor ich dann endlich duschen durfte.

Am Nachmittag fuhr ich mit meiner Gastmutter und ihrer Tochter in die berühmte Akihabarastraße, in der jeder Animefan auf seine Kosten kommt. Dort reiht sich ein Laden an den nächsten in denen es alles Mögliche und Unmögliche aus jedem Anime gibt. An einem Automaten haben wir nach unzähligen Versuchen einen Pikachu gewonnen, den ich dann behalten durfte.

Wieder zurück von dem Ausflug schenkte mir meine Gastmutter einen Yukata samt passenden Socken und Schuhen. Jetzt werden wir die nächsten Tage üben, wie man den richtig bindet, das ist nämlich gar nicht mal so einfach. Für heute habe ich aber genug geübt.
Ojassumi-nassai
Caro