Tag 8: Auf nach Nikkō…

Kon-nitschiwa Freunde der aufgehenden Sonne,

heute sind die meisten Gastfamilien von uns mit nach Nikko gekommen. In Nikko haben wir zuerst den über 400 Jahre alten Nikko Tosho-gu Schrein, eine riesengroße und wunderschöne Tempelanlage besucht. (Allerdings heißt es nur bei buddhistischen Tempeln Tempel, bei shintoistischen heißt es Schrein). Wir waren alle beeindruckt von der Größe und Ausstrahlung dieser Anlage. Um zum inneren Schrein zu gelangen, musste man 207 Steinstufen hinaufsteigen. Dies soll den Weg des Lebens widerspiegeln, denn das Leben ist eine Bürde und man soll nicht durch hetzen, sondern langsam immer weiter gehen, um am Ende zum Licht zu kommen (Also zum Schrein). Der Weg (das Leben) ist anstrengend, aber es lohnt sich. 


Von diesem Ort kommen auch die berühmten drei weisen Affen. Sie sind ein wichtiges Symbol sowohl in der japanischen als auch der chinesichen Kultur. Sie sehen hören und sagen nichts böses. Heute kennen die meisten sie wohl von WhatsApp, wo sie als niedliche Emoji oft verwendet werden. 

Viele von uns hätten noch sehr lange dort bleiben können, aber irgendwann ging es dann ab zum Mittag in ein Restaurant, wo wir sehr leckeres Essen bekamen. Lustig war der Moment, wo wir alle das erste Mal seit einer ganzen Weile wieder Messer und Gabel bekamen und uns erst einmal orientieren mussten, wie man das gleich nochmal richtig hält. Es ist doch sehr merkwürdig, wie schnell man sich Dinge umlernen kann.

Nach dem Essen ging es weiter zum Chuzenji See, wo wir erst auf eigene Faust alles entdecken konnten, bevor wir mit einer Fähre über den See geschippert sind und zum Kegon Wasserfall gefahren sind. Viel Zeit blieb uns dort leider nicht, aber es ist ein sehr schöner Ort und wer weiß, vielleicht kommt der eine oder andere von uns mal wieder zurück und bringt dann mehr Zeit mit. 


Am Abend gingen wir endlich mal in eine Karaoke Bar. Das stand zwar nicht im offiziellen Programm, aber jeder aus der Gruppe wollte das unbedingt noch machen und heute hatte sich gut angeboten. Auch hier nahmen wir wieder alle Gastfamilien mit, die Lust und Zeit hatten. An unseren Gesangsstimmen können wir sicher noch arbeiten, aber der Abend war rundum gelungen und wir haben viel gelacht. Bei dem Lied „Macarena“ haben dann alle, die nicht gesungen haben, getanzt. Das war sehr witzig, vor allem weil der Tanz besser saß, als der Liedtext. 


Und so ging ein weiterer Tag mit vielen schönen Eindrücken zu Ende.

Sayonara 
Caro, Vanessa, Nadine, Janina, Daniel, Till, Chris, Robin, Richard, Christian, Ayk und Owen

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