Kon-nitschiwa Freunde der aufgehenden Sonne,
Heute haben wir in Ushiku die größte Buddha Statue der Welt besichtigt. Sie ist 120 m hoch; zum Vergleich: die Freiheitsstatue in New York ist nur 40 m, also nur ein Drittel so hoch. Nur der große Zeh dieses Kollosses ist schon so groß, wie eine Erwachsene Person, das ist echt beeindruckend. Wir sind dann auch in das Innere der Statue rauf gefahren, von oben kann man über die ganze Stadt blicken, außerdem ist dort auch eine Art Museum mit Buddha Statuen und Bildern aus aller Welt drin in den verschiedensten Formen. Ein Raum stand von unten bis oben voller kleinerer und größerer goldener Buddha Statuen, wo manchmal Namen drunter geschrieben waren und manchmal nicht. Das waren Gräber, wo die Asche von verstorbenen drin ruht, die ohne Namen sind noch leer.

Auf dem Weg zu der Statue gab es auch zwei große Gongs, bei denen wir natürlich auch mal gongen mussten und einen schönen Garten mit bunten Blumen und einem Teich mit Kois.
Nachdem wir unzählige Fotos geschossen haben, ging es zum Mittagessen ins Ami Premium Outlet, wo wir dann über eine Stunde Zeit zum Essen und Shoppen hatten. Viele haben bei der Gelegenheit natürlich gleich zugeschlagen und werden mit schönen neuen Sachen nach Hause fliegen.

Anschließend fuhren wir mit dem Bus zum NIMS (National Institute of Material Science) in Tsukuba. In dieser Forschungseinrichtung werden Stoffe untersucht und neue entwickelt, die unser aller Leben in Zukunft oder auch schon in der Gegenwart verändern. So wurde dort zum Beispiel etwas entwickelt, dass verhindert, dass Erdbeben Gebäude zerstören. Japan liegt geographisch ja in einem tektonisch sehr aktiven Gebiet und deshalb gibt es hier auch sehr viele Erdbeben. Eines haben auch wir bereits miterlebt (Das heißt alle, die es nicht verschlafen haben). Am NIMS wurde ein Metall entwickelt, das nicht bricht, sondern sich verformt und nach dem Erdbeben einfach in seine ursprüngliche Form zurück kehrt. Außerdem werden dort auch mithilfe von Nanotechnologie Medikamente entwickelt, die einen großen Fortschritt im Kampf gegen Krebs versprechen und viele weitere abgefahrene Dinge. Da es an diesem Institut sehr viele internationale Mitarbeiter gibt (auch aus Deutschland und Österreich) waren alle Vorträge die wir hörten natürlich auf Englich, was Moka, unserer Dolmetscherin mal eine kleine Pause verschaffte. Nach der Einführung durften wir auch das über 4 m große Elektronenmikroskob mal aus der Nähe betrachten (das wurde übrigens in Deutschland entwickelt), mit dem die Stoffe und ihre Atomstruckturen untersucht werden und wir wurden auf einen kleinen Rundgang mitgenommen.

Den Abschluss des Progamms heute bildete eine Kaligraphiestunde, wo wir uns mit einem Pinsel daran versuchen durften, möglichst schön japanische Schriftzeichen in Kanji zu schreiben (in Japan gibt es drei Schriftarten: Kanji, Hiragana und unser lateinisches Alphabet, Romaji). Dem einem gelang das mehr, dem anderen weniger und mit ein wenig buntem Origamipapier, Schere und Kleber rundeten wir alles ab.
Am Ende haben wir unsere Kunstwerke behalten dürfen und können mit Stolz sagen, das es ganz gut aussieht, was wir zu Stande gebracht haben.
Den Abend verbrachte jeder mit seiner Gastfamilie.
Sayonara
Caro, Vanessa, Nadine, Janina, Daniel, Till, Chris, Robin, Richard, Christian, Ayk und Owen