Ayk-Ole
Nachdem wir zusammen gefrühstückt hatten sind wir zum National Space Institute (Jaxa) gefahren.
Nachdem wir uns alles angeguckt hatten und mein Gastvater mir dir Funktionen der einzelnen Satelliten erklärt hatte, führte er mich zu seinem Arbeitsplatz.
Dort hab ich gesehen wir die Daten die die Satelliten schicken verarbeitet werden.

Außerdem war dort eine Ausstellung, die um den Tsunami handelte, der Japan heimsuchte und vieles zerstörte.
Abends waren wir dann noch auf einer Aussichtsplattform, von wo aus wir einen super Blick über die Stadt Tsukuba hatten.
Daniel
Meinen Familientag verbrachte ich in Tsukuba. Der Berg Tsukubasan ist ein beliebter Ort für die Menschen der Stadt, um gemeinsam Zeit mit ihren Familien und Freunden zu verbringen. Und so landeten auch wir an einem der vielen Grillplätze. Beim typisch japanischen BBQ gab es reichlich zu essen. Unter anderem auch Soumen. Die Nudeln werden werden dabei mit Wasser durch ein Bambusrohr geschickt und man wartet am Ende des Rohres bis sie ankommen, um sie aus dem Rohr zu fischen. Sehr unterhaltsam und lecker. Ähnlich unterhaltsam ist auch das Spiel „Melone“, das so ähnlich funktioniert wie unser deutsches Topfschlagen.

Satt und glücklich machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Weg zum Space Center der Stadt zu fahren. Hier entwickelt Japan seine eigenen Raketen. Mein Gastvater ist verantwortlich für die Entwicklung des Hauptantriebes. Er konnte mir also alles genauestens erklären.

Am Abend besuchten wir dann das Fußballspiel der Universitätsmannschaft der Stadt Tsukuba. Wie es der Zufall wollte, traf ich dort auch auf Owen. Das Spiel selber verdient wohl einen eigenen Bericht. Nur soviel: Am Ende stand es 3:4 und Owen und ich sind jetzt Fans des japanischen Fußballs.
Carolin
Kon-nitschiwa Freunde der aufgehenden Sonne,
für mich hieß es heute trotz Familienprogramm früh aufstehen. Haruki, mein 10jähriger Gastbruder, hatte ein Basketballturnier. In der Halle war es sehr laut und stickig, aber für mich war es trotzdem interessant, denn das war das erste Mal, dass ich ein Basketball-Spiel gesehen habe. Leider hat die Mannschaft verloren, aber dafür haben sie an Erfahrung dazu gewonnen. Das nächste Spiel war erst am Nachmittag und so beschlossen Narumi, meine 17jährige Gastschwester, und ich nach Hause zu fahren, weil ich es in der Halle wohl nicht mehr so lange ausgehalten hätten bei der Hitze.
Narumi und ich sind dann shoppen gefahren und haben Fotos in einem der vielen Purikura-Automaten gemacht.
Am Abend gab es eine große Feier für mich, bei der gefühlt die ganze Basketball-Mannschaft mit Eltern und dem Trainer kam. Nachdem mir alle auf deutsch „Guten Tag“ gesagt und sich auf englisch vorgestellt hatten, gingen auf einmal alle Handys der Erwachsenen gleichzeitig los und gaben alle das selbe Alarmsignal ab. Narumi erklärte mir, dass gleich ein Erdbeben kommt und manche der Kinder krochen unter die Tische. Dann begann alles zu wackeln und ich fand es total toll. Von mir aus, hätte das noch länger so gehen können, aber im allgemeinen bin ich froh, dass nichts passiert ist.

Nach der ganzen Aufregung gab es zum Verdauen erstmal Essen. Auf dem Tisch standen Sushi, Hähnchen, Salat, Pizza und noch eine ganze Menge andere Sachen. Als ich dann dachte, dass nichts mehr weiter in mich rein passt, sonst müsste ich platzen, bekam ich vom Trainer der Basketballmannschaft ein Paket überreicht, dass ihm meine Gastmutter gegeben hatte. Darin war ein Yukata als Geschenk für mich und als ich den angezogen hatte, haben wir alle zusammen ein Foto gemacht und es kam Kuchen, auf dem „Willkommens-Carolin“ und „Einmal im Jahr“ drauf stand. Da musste ich natürlich doch noch weiter essen (und ich bin nicht geplatzt).

Insgesamt war es ein sehr schöner Abend und ich habe mich viel unterhalten, weil ich auch sehr viel gefragt wurde. Eine der Mütter ist auch großer Rammstein-Fan und war sogar mal in Deutschland, um sie spielen zu sehen und eine andere hat so wie ich ein Jahr in Australien gelebt. Ich hatte also mehr als genug Gesprächsstoff.
Rundum war es ein gelungener Tag und jetzt geht’s ab ins Bett, Kraft für morgen sammeln.
Ojassumi-nassai
Caro