Kon-nitschiwa Freunde der aufgehenden Sonne,
weil wir uns ja gestern nicht gesehen hatten, mussten wir heute morgen erstmal auf der Busfahrt zum Mount Tsukuba ganz viel erzählen. Dort angekommen, fuhren wir mit der Seilbahn bis fast nach oben, das letzte Stückchen mussten wir zu Fuß bestreiten. Von dort oben hatten wir einen wundervollen Ausblick und wir machten viele Fotos. Die Fotos brauchten wir außerdem, weil heute unser Tag für den offiziellen Instagramaccount der DSJ war und wir natürlich zeigen müssen, warum wir die coolste Truppe von allen sind.

Auf dem Berg gab es auch „a power spot of match making“, wo sich Ayk und Richard und vor allem Chris und Owen gefunden haben. Das sind schon sehr niedliche Pärchen.
Nachdem wir wieder runter geklettert sind, gab es vor der Seilbahn, die zurück ins Tal führte, erstmal ein Eis. Doch nicht irgendein Eis, sondern Crashed ice mit Erdbeersoße, superlecker.

Vor dem Mittagessen ging es für uns dann ins Onsen. Onsen sind ein fester Bestandteil der japanischen Kultur. Es sind Badestellen, aber man sollte sie sich nicht wie bei uns ein Freibad vorstellen. Zuerst mal sind Männlein und Weiblein streng voneinander getrennt, denn man ist komplett nackt darin. Nachdem man sich ausgezogen hat, reinigt man sich erstmal, das heißt, man duscht sich ausgiebig, dazu setzt man sich auf einen Hocker vor einen Spiegel. Danch geht man erst in das heiße Wasser. Draußen ist das Wasser meist einen Ticken kälter, aber immer noch sehr heiß. Im Wasser spielt man nicht oder schwimmt, sondern man setzt sich nur rein und entspannt. Man bleibt so lange darin sitzen, bis man es nicht mehr länger aushält, weil es zu heiß ist. Bei dem einen dauert das länger, bei dem anderen weniger lang. Wir hatten leider so oder so nur eine halbe Stunde. Draußen konnte man die andere Seite mit den Jungs bzw. Mädels hören (aber natürlich nicht sehen) und so war es nicht verwunderlich, dass von den Jungs die Frage kommen musste, ob man nicht mal rüber gucken dürfe (was natürlich abgelehnt wurde).

Super entspannt gab es dann Mittag. Vor uns standen ein Miniteller mit Gurken-Algen-Salat, ein Teller mit frittiertem Gemüse und frittierten Garnelen, roher Fisch und Sojasoße, ein Stückchen Tofu, eine Schale mit Suppe, ein Ei, und eine Schale, unter der sich eine Kerze befand, in der allerlei rohe Sachen drin waren wie Rindfleich, Spinat und Shiitake-Pilze. Bei dem Ei konnten wir entscheiden, ob wir es roh essen wollten, oder ob wir es zu den anderen rohen Sachen in die Schale geben wollten, um es kochen zu lassen. Die meisten von uns entschieden sich für Letzteres. Nachdem die Sachen in der Schale durch das Feuer darunter gar waren, konnten wir auch das essen. Der Nachtisch stand auch schon auf dem Tisch, es gab Grapefruit, Weintrauben und ein Ministück Kuchen.
Gut gesättigt fuhren wir zum Kasumigaura-See, wo wir eine Rundfahrt und ein lustiges Livefoto machten, wo alle unsere Mädels mit offenen Haaren vom sehr starken Fahrtwind zerzaust wurden.
Völlig zerstrubbelt ging es dann zum Einkaufszentrum nach Tsukuba, wo wir erst Eis essen gingen und dann Fotos in Purikura- Automaten machten. Diese Automaten machen die Fotos mit sehr starken Filtern, so dass man riesige Augen hat und total geschminkt aussieht. Gerade unseren Jungs stand das Make-up zum Schreien gut.
Am Abend gab es dann die Sayonara-Party, denn leider müssen wir morgen schon wieder unsere Gastfamilien verlassen. Uns allen kam die Zeit hier in Tsukuba super kurz vor und wir wären gerne noch länger geblieben. Nach Begrüßungsreden von Herrn Itoga und Herrn Hagiwara, wobei die von Herrn Hagiwara wieder komplett auf Deutsch war, wie schon bei unserer Ankunft, hielt auch Daniel eine Rede und wir übergaben Gastgeschenke an alle Offiziellen und jeder an seine Gastfamilie. Auf der Feier führten wir dann nach dem Essen zum ersten Mal für unsere Gastfamilien hier unsere Gruppenpräsentation vor und ernteten viel Applaus. Die Bühne war so winzig, dass der Saal ein wenig umgeräumt werden musste und wir das Programm ein wenig verändern mussten, aber es ist uns trotzdem hervorragend gelungen. Nach uns gab es eine Vorführung mit einem echten Katana-Schwert von Herrn Itoga, der nicht nur Direktor dieser Stadt ist, sondern auch ein hoher Kendomeister. Das Katana war ein scharfes (es dürfen keine scharfen Katana mehr in Japan verkauft werden) und es wurde extra aus einer anderen Präfektur hergeholt. Caro durfte das Schwert dann auch mal halten und es war schwerer als von ihr gedacht. Zum Glück hat sie weder sich selbst noch jemand anderes damit verletzt.
Am Ende bekamen wir alle von Herrn Itoga als Geschenk der Stadt Tsukuba-Stäbchen mit unseren Namen drauf und ein Plättchen, wo in Kanji unsere Spotart drauf steht (auch wenn Janina jetzt Badminton drauf hat, weil sie damit offiziell gelistet ist).
Und so ging der wohl vollste Tag für uns zu Ende.
Sayonara
Caro, Vanessa, Nadine, Janina, Daniel, Till, Chris, Robin, Richard, Christian, Ayk und Owen