Tag 15: Sayonara Tsukuba, Konnichiwa Tokyo

Kon-nitschiwa Freunde der aufgehenden Sonne,

für uns hieß es heute einmal mehr Abschied nehmen, dieses mal von unseren Familien hier in Tsukuba. Bevor es für uns mit dem Bus nach Tokio ging, hatten wir noch eine Führung durch das Science Museum of Map and Survey. Dort steht eine von 1300 Messstationen, die über ganz Japan verteilt sind und per GPS permanent das Land vermessen. Dies ist nötig, um bei den vielen Erdbeben hier festzustellen, ob und wie sich etwas verschiebt. Japan liegt auf vier tektonischen Platten und diese verschieben sich permanent.

Normalerweise verschieben sie sich pro Jahr um ca. 2 cm. 2011 jedoch haben sie sich um 5 m verschoben und deshalb gab es damals das große Erdbeben und das Erdbeben, welches wir am Sonntag erlebt haben, war ein Nachbeben dieses großen Erdbebens von 2011. Die gesamte Führung war sehr interessant und danach durften wir uns die Ausstellungen noch selbstständig angucken. Während manche die Zeit nutzten, um einen Kaffee zu trinken und sich auszuruhen, ließen sich andere aus unserer Gruppe erklären, wie genau ein Erdbeben entsteht. 


Am Ende hörten wir von Richards Gastvater, Herrn Ueda einem Vortrag über seine Arbeit am Südpool, wo Japan auch vier Messtationen hat, von denen eine zu Tsukuba gehört. Eine Forschungsgruppe ist dort den gesamten Sommer über stationiert, eine zweite den gesamten Winter über. Herr Ueda gehörte zu der „Sommereinheit“. Er hat uns ein paar Videos gezeigt, die während seiner Zeit am Südpol gedreht wurden. Eines zeigte, wie die Sonne immer und immer wieder an einer anderen Stelle unterging, denn im Sommer geht die Sonne an den Polen ja gar nicht richtig unter. Also immer wenn sie an einem Punkt untergeht, geht sie gleichzeitig an einem anderen Punkt auf und so ist es permanent Tag. Im Winter ist es dafür permanent Nacht. Am tollsten fanden wir natürlich die Videos mit den dortigen Tieren (Pinguine, Robben und Orkas). 


Nach diesem sehr lehrreichen und interessanten Vormittag begann unsere Fahrt nach Tokio. Auf dem Weg hielten wir noch an, um Mittag zu Essen, dafür bekamen wir jeder 1000 Yen, um uns selbst etwas zu kaufen.

In Tokio angekommen, dauerte es keine zwei Minuten, bis uns vom Leitungsteam eine Kamera vor die Nase gehalten wurde, um Bilder für Instagram zu machen. Natürlich sahen wir nach der langen Fahrt alle phantastisch und kein bisschen müde aus, also war es der perfekte Zeitpunkt für ein Foto 😉 Danach durften wir unsere Zimmer im Shinagawa Prince Hotel beziehen. Die Aussicht von den Zimmern ist wunderschön und das Hotel ist auch total schön. 

Daniel und Caro hatten dann erstmal für 3,5 Stunden Gruppensprecher- und Gruppenleiter-Besprechung mit dem Leitungsteam. Dort wurde uns noch einmal bestätigt, dass wir eine der coolsten und vorbildlichsten Gruppen überhaupt waren und eines der schönsten Programme hatten wir obendrein auch noch. 
Am Abend gingen wir im Hotel in die dortige Karaoke-Bar. Das einzige Lied, was wir alle fehlerfrei singen konnten und zu dem wir auch alle „getanzt“ haben, war „Moskau“ von Djinges Kahn, an allen anderen Liedern müssen wir noch stark arbeiten. Trotzdem hat es wie beim ersten Mal wieder jedem total viel Spaß gemacht. 
Die meisten von uns ließen den Abend dann mit dem Spiel Werwolf ausklingen, was schon bei unserer Ankunft in Osaka der Hit gewesen ist. 

Sayonara 
Caro, Vanessa, Nadine, Janina, Daniel, Till, Chris, Robin, Richard, Christian, Ayk und Owen

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